Kurzkritik: Event Horizon – Am Rande des Universums (Film, 1997)

Dieser Film von Regisseur Paul W. S. Anderson wandelt zwischen dem Science-Fiction- und Horror-Genre und besitzt ebenso einige Action-Elemente. In der rund 92 Minuten langen Geschichte verfolgen wir die Crew eines Bergungs- und Rettungsschiffs, welches sich auf den Weg in eine geheime Mission macht. Unterwegs erhalten Sie von einem neuen Crew-Mitglied die Information, dass sie die Event Horizon in der Nähe des Neptuns untersuchen sollen. Sieben Jahre lang galt das Schiff allerdings als zerstört, doch die wahren Absichten wurden von der Regierung verschleiert. Neben dem Warum stellt sich nun die Frage was genau in dieser Zeit passiert ist…

Zu den bekanntesten Schauspielern des Films zählen die beiden Hauptrollen Captain Millers verkörpert durch Laurence Fishburne und Dr. William Weir alias Sam Neill. In den Nebenrollen spielen unter anderem Joely Richardson (Lieutenant Starck),  Jason Isaacs (D. J.) und Sean Pertwee (Smith) mit. Leider kann niemand der Schauspielenden so recht seinen Stempel aufdrücken. Zwar sind die Leistungen durchweg solide, allerdings legt der Film etwas mehr den Fokus auf die Story und weniger auf die Charaktere.
Tatsächlich kann ebenfalls die Handlung selbst nicht vollkommen überzeugen. Das Drehbuch von Philip Eisner setzt auf eine klassische Rettungs- und Erforschungsgeschichte im All, die durch ein Alien-artiges Mysterium vorangetrieben wird und bei der, wie für eine Horror-Geschichte üblich, nicht jeder lebend heraus kommt. Dem Antagonist des Films fehlt ebenso  eine gewisse Durchschlagskraft und bleibt eher zurückhaltend und oberflächlich. Immerhin werden die Tode stellenweise ziemlich hart und blutig dargestellt, was als ein kleiner Pluspunkt zu verstehen ist. Das Ende ist offen gewählt und lässt genug Raum für Interpretation.

Die wahren Stärken des Films liegen vollkommen in der Optik und Inszenierung. Das Schiffsdesign ist sehr speziell und einzigartig, vor allem in Bezug auf den Antrieb der Event Horizon, welches ziemlich unverwechselbar daher kommt. Zudem gibt es ansprechend viele und gut ausgestattete Sets. Für einen Film der 1990er Jahre ist das CGI einigermaßen gut gealtert, allerdings vor allem deshalb, weil es eher spärlich eingesetzt wurde. Stattdessen gibt es einige praktische Effekte wie etwa bei Körpern oder dem Großteil der Explosionen.
Zugleich schafft Kameramann Adrian Biddle die Geschichte sehr gut einzufangen und partiell einige spannende, unkonventionelle Einstellungen zu wählen. An dieser Stelle sei aber auch die gute Lichtsetzung zu erwähnen.

Fazit: Event Horizon ist ein solider bis guter Sci-Fi-Action-Horror-Film im Stile von Aliens. Im Gegensatz zum Vorbild schafft man es nicht ganz seine Drehbuchschwächen zu kaschieren, auch wenn Kamera, Licht und Design alles geben. Gute Effekte und angenehmer Horror stehen im Gegensatz zu flachen Charakteren und einem unausgegorenem Antagonisten. Für Fans des Genres sicherlich ein Muss, ansonsten aber eher ein kann-man-mal-gesehen-haben-Streifen.

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